Unbewusste Vorannahmen (Bias) haben nachweislich einen starken Einfluss darauf, wie wir Mitarbeitende wahrnehmen, Aufgaben verteilen und Entscheidungen treffen. Dies kann, auch gänzlich unbeabsichtigt, zu Diskriminierung und Entwürdigung führen. Diskriminierung wirkt sich auf die psychologische Sicherheit der Menschen aus, kann Vertrauen zerstören und die Leistungsfähigkeit der Mitarbeitenden sowie die produktive Zusammenarbeit im Team beeinträchtigen.
Menschen teilen die Grundbedürfnisse nach Anerkennung, Sicherheit, Zugehörigkeit und Autonomie. Wird wiederholt die Erfahrung gemacht nicht gehört zu werden, nicht Teil des Ganzen zu sein oder keinerlei Mitspracherecht zu haben, hat es der Arbeitgeber versäumt, eine würdevolle Umgebung zu schaffen, in der Menschen ihre Potenziale entfalten können. Menschen verlassen in der Regel nicht die Organisation, sondern ihre Führungskraft und unwürdige Arbeitsbedingungen.
In diesem Workshop beschäftigen wir uns mit der Frage: Was können Führungskräfte und Personalverantwortliche tun, um Mitarbeitenden unabhängig von Ihren Vielfaltsmerkmalen wie Herkunft, Geschlecht oder Religion in der Organisation zu halten und psychologische Sicherheit zu schaffen. Mit einem systemischen Blick betrachten wir die Wechselwirkungen zwischen Führungskraft, Team, Organisationsstruktur und Gesellschaft. Dabei spielt das Konzept der Intersektionalität eine zentrale Rolle: Es zeigt auf, wie verschiedene Diskriminierungsformen (z. B. Sexismus und Ableismus) sich überschneiden und verstärken können. Gemeinsam erarbeiten wir, wie Führungskräfte durch reflektiertes Handeln, klare Kommunikation und bewusste Entscheidungen Räume schaffen, die Diskriminierung abbauen und Würde schützen.